100 Jahre Frauenwahlrecht

Frauen*Volksbegehren 2.0


Die 15 Forderungen

1.      Bei politische Entscheidungen sollen Frauen gleichermaßen beteiligt sein.

2.      Es wird eine 50-przentige Frauenquote in Leitungsgremien staatlicher und börsennotierter Unternehmen gefordert.

3.      Kinder sollen sich frei von Geschlechterbildern entfalten können, es benötig eine Reformierung der pädagogischen Ausbildung im Sinne einer kritischen und queeren Pädagogik.

4.      Es werden durch durchgängige Angebote und einen niederschwelligen Zugang zu Beratung Kompetenzfeststellung und Kinderbetreuung für asylsuchende Frauen gefordert. Des Weiteren soll die Möglichkeit bestehen, schon während des Spracherwerbs einer Beschäftigung nachgehen zu können.

5.       Ein Verbot sexualisierter Werbung ohne Produktbezug sowie von Produkten, Werbeinhalten und Marketingstrategien, die Mädchen oder Buben eine limitierende Geschlechterrolle zuweisen.

6.      Ein fairer Lohn. Der gesetzliche Mindestlohn soll für alle EUR 1.750 brutto betragen.

7.      Aufgrund des hohen Frauenanteils bei Teilzeitbeschäftigung und zur gerechteren Aufteilung von unbezahlter Arbeit zwischen beiden Partnern fordern sie eine Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden pro Woche.

8.      Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. 

9.      Die Höhe der Berechnung der Notstandshilfe und der Mindestsicherung der Länder soll individuell erfolgen. Das Einkommen der Partnerin oder des Partners darf nicht hinzugerechnet werden. Dasselbe soll auch die Ausgleichszulage und die Pension gelten.

10.   Gefordert wird die Einstufung der 24-Stunden-Betreuung als unselbstständige Arbeit und damit die Anerkennung eines geltenden Arbeits- und Sozialrechts. 

11.  Jedes Kind hat seinen Platz: Jedes Kind hat nach Ablauf der Mutterschutzfrist einen Rechtsanspruch auf ganztägige, kostenlose, flächendeckende, qualitativ hochwertige Betreuung.

12.  Um erfolgreiches Unternehmer- und Unternehmerinnentum zu fördern und adäquat auf Herausforderungen hinsichtlich Vereinbarkeit für Personen in Selbstständigkeit zu reagieren, fordern die Frauen*Volksbegehrung 2.0 eine Aussetzung der SVA Pflichtversicherungsbeiträge für alle Selbstständigen, die Kinderbetreuungsgeld beziehen. 

13.  Der Anspruch auf den Unterhaltsvorschuss besteht in der Höhe der Regelbedarfssätze und wird an die Dauer des Bezugs von Familienbeihilfe bei sofortiger Streichung der § UVG 16 und § UVG 19 gekoppelt.

14.  Für Mädchen und Frauen soll bundesweit eine kostenlose, anonyme Beratung sowie ein kostenloser, anonymer Zugang zu Verhütungsmitteln, Schwangerschaftstests und zu rechtlich zulässigem Schwangerschaftsabbruch ermöglicht werden.

15.  Gewaltschutzzentren und Frauenhäuser sollen bundesweit ausgebaut und deren staatliche Finanzierung für Gewaltprävention jährlich auf EUR 210 Millionen erhöht werden

18.06.2018